Sind die Kinder aus Alternativschulen später anders als die aus Regelschulen?

Diejenigen, die keine Fehler machen, machen den größten aller Fehler: Sie versuchen nichts Neues. (Anthony de Mello)

Diese Frage ist schwer zu beantworten, weil es unmöglich ist, den Beweis zu erbringen. Aber wir sind überzeugt, dass die Umgebung, in der Kinder aufwachsen, prägend für ihre Persönlichkeit ist. Wer gelernt hat, selbst die Verantwortung für seinen Wissenserwerb zu übernehmen, wird eher bereit sein sich auch im Erwachsenenalter fortzubilden als jemand, der den Stoff immer von außen vorgelegt bekommen hat.

Wer schon früh gelernt hat Verantwortung für Gruppenprozesse zu übernehmen, wird sich später leichter mit "Teamwork" tun als jemand, der erst im Erwachsenenalter Seminare dazu besucht hat. Wer respektvoll behandelt wird, kann diesen Respekt auch weitertragen. Schon heute lauten die wichtigsten Qualifikationen in der Wirtschaft Teamfähigkeit, Kommunikationsgeschick, Flexibilität, Fähigkeit zum Umlernen und zur Informationsbeschaffung. Gerade diese Qualifikationen können optimal in einer Umgebung erworben werden, in der es erlaubt, ja sogar erwünscht ist zu kommunizieren, etwas zu bewegen, selbst zu entscheiden und selbstbestimmt zu lernen.

Wer nicht immer nur "für später" gelebt hat, sondern die Erfahrung gemacht hat, dass es Freude macht, das eigene Leben mitzugestalten, wird Vertrauen in sein eigenes Handeln haben, statt andere für sein Schicksal verantwortlich zu machen. Wer viel Zeit in die Auseinandersetzung mit den Menschen seiner Umgebung investiert hat und sich selbst in unterschiedlichsten sozialen Prozessen erlebt hat, wird sich ein viel größeres Repertoire an Reaktionsmöglichkeiten erarbeitet haben als jemand, dessen soziale Interaktion weitgehend eingeschränkt wurde.

Wer Freude am Lernen und am Kommunizieren hat, wer Selbstbestimmung lernen und so Selbstvertrauen aufbauen durfte, tut sich einfach leichter im Leben!

wind