> Home

Sensorische Integration

Dieses Forschungsgebiet wurde von Jean Ayres ins Leben gerufen. Es geht davon aus, dass Auffälligkeiten in kindlichen Verhaltensweisen oft auf eine ungenügende Wahrnehmung oder Fehler in der Koordination der Sinne miteinander zurückzuführen sind. Fehlgesteuerte Eindrücke vermitteln ein verzerrtes Bild der Umgebung und der eigenen Person und erschweren ein adäquates Reagieren auf Umweltreize. Durch exakte Beobachtungen und mittels Übungen kann den Kindern geholfen werden, wieder zu einer ausgewogenen Wahrnehmung und Sinnesverarbeitung zu kommen. Man geht bei den Übungen teilweise ins 1. Lebensjahr zurück und ermöglicht den Kindern Sinneseindrücke, die sie vielleicht nicht in ausreichendem Maße erhalten haben, nachzuholen: z.B. eingerollt in einer Hängematte schaukeln; sich mit Creme dick einschmieren, auf einer Matte herumkrabbeln, Sprünge in weichen Matten, klettern auf schiefen Ebenen, Bohnenbäder und vieles mehr. All das trägt zur Koordination der Sinneseindrücke und damit zur sensorischen Integration bei. Erst wenn ein Kind auf einer Entwicklungsstufe wirklich sicher ist, kann es auf dieser Grundlage aufbauen und sich neuen Tätigkeiten widmen ohne seine wahren Bedürfnisse dabei verleugnen zu müssen.

wind